Samstag, 21. August 2021

Nachtrag was so in der Küche abgeht

Für den letzten Abend ließen wir noch mal die Pfannen fliegen. Vor der Abfahrt wurde noch mal schnell der Innenraum von Brasilien dokumentiert. Hoffe ihr könnt euch die Hütten etwas besser vorstellen. 


 

Ankunft am Bahnhof


 Der Zug wird planmäßig um 14:52 am Bahnhof in Neumarkt i.d.Opf. ankommen. 

Tag 6

Hallo Zusammen!
Man glaubt es kaum, aber heute haben wir tatsächlich noch die Sonne gesehen!
Da wir gestern ja sehr fleißig waren und das Duschwasser hier nur durch die Sonne erhitzt wird, haben wir das Frühstück heute etwas später gestartet. Der Plan war, dass die Sonne bis dahin wieder so viel Wärme geschickt hat, dass wir alle warm duschen können. Das hat leider nur so mittelgut geklappt. Die Sonne hat zwar wärme geschickt, aber eine dichte Wolkendecke hat leider verhindert, dass davon eine nennenswerte Menge in unser Duschwasser gekommen ist. Scheinbar sind wir hier in der Mehrheit Warmduscher (bei den Temperaturen absolut verständlich). Nachmittags haben wir uns dann im "Haupthaus" zum duschen angemeldet und konnten uns dann dort endlich richtig sauber machen.
Die Zeit bis dahin haben wir natürlich gut genutzt und unseren Gottesdienst vorbereitet. Neben den Gruppen Gesang, Dekoo, Fürbitten etc. gab es auch zahlreiche Freiwillige für die Gruppe "Kollekte" die wir bisher nie eingeplant hatten. Vielleicht sollten wir das mal überdenken ;-)
Pünktlich zur Mittagszeit gab es dann also unseren Gottesdienst. Das entspricht quasi dem 10:00 Uhr Gottesdienst für Erwachsene ;-)
Nach dem duschen ist uns zum Glück noch eingefallen, dass wir noch Rounder spielen müssen (funktioniert wie Baseball, nur mit Tennisbällen). Glücklicherweise wurde gestern die Wiese gemäht, so dass wir auch ein akzeptables Spielfeld hatten. Mit reger Beteiligung haben wir zwei Runden absolviert (8:12 und 5:10). Ich weiß es klingt unglaublich, aber kurz vor Ende der ersten Runde kam tatsächlich die Sonne zum Vorschein!
Erneut verschwitzt (kennen wir ja schon, man riecht das gar nicht weil alles vom Lagefeuergeruch überdeckt wird) haben wir uns dann daran gemacht unser Abendessen vorzubereiten. Zu kochen gab es eigentlich nicht viel, aber ziemlich viel zu schnippeln. Heute Abend hatten wir nämlich Sommerrollen (isst man in Vietnam), also im Prinzip Frühlingrollen nur nicht frittiert. Dem Appetit nach zu urteilen hat es allen ziemlich geschmeckt.
Mittlerweile haben wir die Küche so weit aufgeräumt, dass wir morgen nicht mehr viel zu tun haben und unsere Jugendichen verausgaben sich ncoh bei einem Nachtgeländespiel bei dem Lichter versteckt, gesucht und ins eigene Spielfeld gebracht werden müssen. Zusätzlich versucht das gegnerische Team noch einen zu fangen.
Eigentlich wollten wir das langsam beenden, aber soeben ist Simon der Durchbruch gelungen. Jetzt können wir also ganz regulär ins Bett ;-)

Bis Morgen,
Christoph














 

Donnerstag, 19. August 2021

Falkensteinwanderung und unser Camp





 

Tag 5

Hallo Zusammen!
Wieder ist ein Tag vergangen und heute waren wir mal richtig fleißig! Nach dem Frühstück hat uns die Wildniscamp-Praktikantin Marie in Empfang genommen und uns ein kleines Rätsel gestellt. Wir mussten Fotos von typischem "Zivilisationsmüll" der richtigen Verrottungsdauer zuordnen. Ich würde sagen wir haben dabei ziemlich gut abgeschnitten!
Nachdem wir das gelöst hatten, gings auf richtung Falkenstein. Der Weg dort hin führt durch Wälder die seit 200 Jahren nicht mehr bewirtschaftet werden und schon einen guten Eindruck davon vermitteln wie der "Urwald" hier mal ausgesehen hat. Bäume jeden Alters stehen oder liegen kreuz und quer neben und auf dem Weg. Wenn man das so sieht wird einem erst bewusst wie stark wir durch unsere Nutzung die Wälder überhaupt verändern.
Später ging es dann durch jüngere Waldabschnitte die größtenteils aus Fichten bestehen und in denen der Borkenkäfer wütet bzw. gewütet hat. Mittlerweile sieht man an vielen Stellen schon was da nach ein paar Jahrzehnten nachkommt, aber es ist verständlich, dass das am Anfang mit gemischen gefühlen aufgenommen wurde.
Nach ca. 3 Stunden hatten wir den Gipfel, bzw. das Schutzhaus direkt neben dran erreicht und konnten uns erst mal stärken. Nachdem wir gut gegessen und unsere Teilnehmer centgenau 10% Trinkgeld ausgerechnet und abgezählt hatten (was uns für immer einen Platz im Herz der Wirtin beschert hat), konnten wir die letzten Meter zum Gipfel bewältigen und dort die Aussicht genießen. Auch wenn vorher einige schon ziemlich erschöpft waren, hat der Anblick unseres Camps von oben (und aus doch einiger Entfernung) alle mit neuer Energie versorgt.
Als wir die Umgebung ausreichend "eingesogen" hatten, ging's also wieder hinab wo wir ziemlich zeitgleich mit Ruth eintrafen.
Dankbar um die mitgebrachten Leckereien haben wir erst mal ein bisschen Kaffee und Tee getrunken um dann mit den Vorbereitungen für unser Abendessen zu beginnen.
Für Außenstehende mag es vielleicht so ausgesehen haben als hätten wir einfach nur gegrillt, aber für Eingeweihte ist natürlich absolut klar, dass ein klassisch brasilianisches Asado veranstaltet haben. Nach der doch anstregenden Wanderung war das wohl genau das richtige, jedenfalls haben alle kräftig zugelangt.
Bis auf 4 Wackere (die sich wahrscheinlich einfach nicht überwinden können das wärmende Feuer zu verlassen um in der Kälte Zähne zu putzen) sind alle schon in ihren Hütten verschwunden.
Wir harren also noch eine halbe Stunde aus und freuen uns dann auch auf die warmen Schlafsäcke.

Bis morgen,
Christoph