Mittwoch, 18. August 2021
Tag 3
Hallo Zusammen!
Heute gibt's den Blog schon ein bisschen früher, weil alle schon freiwillig in ihre Schlafsäcke gekrochen sind. Leider hat sich die Sonne heute nur 3 Minuten blicken lassen. Deswegen ist die Temperatur insgesamt relativ "frisch", auch wenn wir direkt nach dem Frühstück ein Lagerfeuer entfacht haben, das seit dem brennt.
Zumindest hatten wir heute einen Mittelpunkt für unsere Themeneinheit "Klimawandel", den eine Mitarbeiterin des Camps vorbereitet hat. Ein schwieriges Thema, gerade für Jugendliche. Hier ist schon sehr viel Wissen über die globalen Vorgänge vorhanden, das Bewusstsein ist da, dass dise Generation den Klimawandel richtig zu spüren bekommen wird. Gleichzeitig muss man auch sagen, dass diese Generation bislang verdammt wenig Möglichkeiten hat darauf Einfluss zu nehmen. Selbst das Wahlrecht ist mit 13-14 Jahren noch sehr weit weg, die Entscheidungen erst mal alles so zu lassen wie es ist (Kohleausstieg 2030, kaum noch Windkraft-Ausbau...) werden von älteren Generationen getroffen die oftmals nach der Devise "für mich reicht es noch" zu handeln scheinen.
Um so bewundernswerter ist der Enthusiasmus und die Energie die von Bewegungen wie "Fridays for Future" ausgeht. Immerhin ist es gelungen bei einem breiten Publikum das Bewusstsein für die Problematik zu schaffen. Mittlerweile kann man ja fast nichts mehr kaufen wo nicht zumindest werbetechnisch "Nachhaltigkeit" in irgendeiner Form angepriesen wird. Es besteht also Hoffnung dass hier wirklich was ins Rollen gekommen ist.
Nach dieser thematisch doch nicht ganz einfachen Einheit haben wir den Nachmittag größtenteils am Feuer und mit Kochvorbereitungen verbracht. Heute Abend gab's nämlich "Pelmeni" passend zum sibirischen Tschum (ein Tipiartiges Zelt der Nomaden Sibiriens). Pelmeni sind im Endeffekt das, was der Schwabe als Maultaschen bezeichnet. Glücklicherweise hatten wir zahlreiche helfende Hände, sonst wären wir bei der Menge ganz schön beschäftigt gewesen die alle zu "basteln".
Um das Tagesthema noch abzurunden haben wir uns heute Abend (dick in die Schlafsäcke eingewickelt) noch den Film "2040 - wir retten die Welt" angesehen. Darin geht es um zahlreiche reale Projekte, die möglichkeiten aufzeigen die Welt positiv zu verändern.
Erkenntnisse des Tages:
- Das Zitat: "Auf Veränderung zu warten ohne selbst etwas zu tun ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten" stammt nicht von Marc Aurel, es wird aber viel lustiger, wenn man seinen Namen drunter schreibt.
- Pudding wärmt das Herz mehr als die einzelnen Zutaten für sich allein
Nun verschwinden wir auch in die wohlige Wärme unserer Schlafsäcke, hoffentlich ist es morgen etwas wärmer ;-)
Bis bald,
Christoph
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Wir wünschen Euch für morgen mehr Wärme und weiterhin gute Ideen und Gedanken. Echt interessant, was Ihr da alles macht👍☺️
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